Herr und Frau Rübchen

sitzen in der Erde und erzählen sich was. Ein schönes Bild, umso schöner, wenn man weiß, dass die beiden dort an einem öffentlichen Ort hocken, in einem Hochbeet auf dem Tempelhofer Feld, wo alle Nase lang jemand vorbei kommen, und die Rübchen ausreißen und mitnehmen könnte. Gibt es eigentlich Gemüsegeschichten? Ich kenne ein Kinderbuch, in dem ein Baum auf Reisen geht. Der ist jetzt nicht wirklich Gemüse, aber eben auch kein Tier. „Trauriger Tiger toastet Tomaten“ – hier sind eindeutig die Gemüse die Statisten. Vielleicht sollte ich einen Preis ausloben für die beste Gemüsegeschichte? Oder ich verschicke einige Tütchen mit bunt durcheinander gemischten Blumensamen (Gemüse???), die dann ausgesät und so die Grundlage einer Geschichte bilden. Ich gehe nächste Woche in einen befreundeten Schrebergarten. Mal sehen, ob mir was einfällt. Die Idee einer Gemüse-kurz-geschichte hat mich zumindest gepackt…

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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