Mit oder ohne?

Wahrscheinlich ist es piepegal, aller Medienschelte zum Trotz, ob man mit einem Fernseher lebt (respektive mehreren) oder ohne. Dennoch habe ich ein ganz anderes Lebensgefühl, sobald ich in Wohnungen komme, in denen die Flimmerkiste (auch schon ein aussterbendes Wort?) läuft. Ich selbst habe mich vor 20 Jahren vom Fernseher getrennt. Eher umspektakulär, ich habe ihn verschenkt. Heute sind mir die Dinger meist zu laut. Das heißt, mich stört weniger das Bild als das Geräusch – oder wie sagt man zu schlechtem Deutsch untermalt mit noch schlechterer Musik? Die Sendeformate haben mich dabei längst überholt. Was mir wie Werbung für eine Show vorkommt, ist die Show selbst! Dabei, ein gemütlicher Abend mit Fernsehteller (ausgestorbenes Abendessen?) – das hatte doch was. Und gemeinsam gucken erst recht. Aber das geht ja auch in der Kneipe nebenan. Zumindest wenn Fußball dran ist. Und den gibt es zum Glück noch weitgehend ohne musikalische Untermalung.,,

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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