Sperrkunst

Hä? – Nee, hammwa nich. Müssen wir im Duden nachschaun: Sperrgut, Sperrholz, Sperrmüll, Sperrstunde…, wer bei den letzten beiden Stichworten Witterung aufnimmt, liegt nicht falsch. Da hat offensichtlich jemand (WOYY mit Pseudonym und eine Frau, wie das Internet verrät) den Begriff „Stadtmöbel“ sehr wörtlich genommen. Denn es sind sperrige Geräte, Möbel, Badezimmereinrichtungesteile, Matratzen (am liebsten übrigens Sofas, wie bei facebook zu lesen ist), die Berliner nachts auf den Gehsteigen abstellen, wo WOYY dann mit ihren Schablonen vorbeikommt und sprüht. In Kreuzberg und Schöneberg habe ich bislang ihre Werke gesehen, es sollen auch schon welche in Neukölln gesichtet worden sein. Was für eine tolle Idee. Und wer eine Schubkarre hat und ein halbwegs großes Zimmer, kann sich die Kunst mirnichtsdirnichts nach Hause schaffen. Kuschelnde, sich umarmende Menschen sind stets zu sehen, man wünschte sich unbedingt mehr davon. A hug every day keeps the doctor away!

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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