Montagmorgen

Wer jetzt denkt, ich hätte den Vormittag bei meinen Prinzenfreunden verbracht oder in der Nacht nicht mehr den Ausgang aus dem Ballsaal gefunden – Fehlanzeige. Ich war heute Morgen beim Frisör. Leider sind meine Ohren nur größer, nicht jünger geworden. Außerdem haben sie vor Scherenklappern großen Respekt (sie stehen ab und werden schnell gezwickt) – die so richtig bunten Geschichten jedenfalls bekam ich diesmal nicht zu hören. Gerade mal die am Tresen mit schiefem Mund erzählte Begebenheit vom morgendlichen Bewerber. Der den Termin um 10:00 einfach nicht,… na, ich meine, 20 Minuten sind doch … und tschüssikowski. Kreuzberg ist mittlerweile auch eine ganz normale deutsche Stadt. Oder von dem ersten Kunden, der sich alle 10 Minuten einen weiteren Espresso bringen ließ, bis er den Kopf nicht mehr ruhig halten konnte. Espresso gibt es umsonst, aber die Rechnung ging nicht auf. In der Zwischenzeit waren meine Haare ab: Das Ende des Versuchs an eine eigene Langhaarfrisur zu kommen. Eigentlich ein guter Start in die Woche. Auch wenn ich der Prinzessinnenfrisur sicher noch ein paar Tage hinterher trauern werde.

Filed under: Allgemein
Avatar von Unbekannt

von

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comment 1

Hinterlasse einen Kommentar