Wonnemonat

Wahrscheinlich ist der Maibaum einer der „Gerüche“ meiner Heimat. Nicht dass er groß riecht, aber er war nicht weg zu denken aus meiner Jugend im Rheinland und eben etwas ganz besonderes. Denn in der Mainacht sprießen in der Stadt plötzlich Bäume. Birken mit zart grünem Blätterpflaum und bunten Bändern, die im Wind flattern. Jungs „setzen“ sie ihren Maimädchen, mehr oder weniger heimlich, ab der Dunkelheit jedenfalls sind auffällig viele Traktoren auf den Straßen unterwegs. In Berlin habe ich noch nie einen gesehen. Dabei müsste es doch auch hier einige Rheinländer geben -? (Birken zumindest stehen in und um Berlin mehr als genug). Einen Ersatz habe ich für dieses Mal wohl gefunden, als Familiennamen.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 2

  1. Avatar von Aikitangera

    Aikitangera 2. Mai 2015

    Darüber habe ich noch nie nachgedacht: Dass der Maibaum was Rheinisches ist. Aber du hast Recht: In Berlin habe ich auch noch keinen gesehen. Und was war ich stolz, als ich meinen ersten (und einzigen) mit 15 bekommen habe!

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