Klein beigeben oder Willenskraft zeigen?

So sehen zur Zeit meine Traumbilder aus, wenn ich mich nicht scharf auf meine jeweilige Arbeit konzentriere oder sonst irgendwie die Gedanken schweifen lasse: Kuchen in allen Farben und Formen. Denn ich mache eine Diät. Bis Herbst soll eine zweihändige Zahl von Kilos purzeln. Ausgerechnet Ostern habe ich damit angefangen. Und mich Monate vorher mit der Entscheidung schwer getan. Weil ich mir einerseits geschworen habe, mein Altern nicht zu manipulieren. Und in meiner Familie werden Frauen ab 40 dicker. Andererseits, und das habe ich überhaupt nicht bedacht, passten mir mit einem Mal sämtliche Kleidungsstücke nicht mehr. Wie dusselig kann man sein? Aber das hatte ich wirklich nicht erwartet… Nun war guter Rat gefragt. Denn Geld, den Kleiderschrank mal schnell um ein oder zwei Größen aufzustocken, fehlt. Also gebe ich klein bei und füge mich dem Schlankheitsdiktat? Kämpfe ich am Ende unfreiwillig den Heldinnenkampf gegen das Altern? Oder was um alles in der Welt mache ich da?

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Avatar von Unbekannt

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 6

  1. Avatar von Birgit Böllinger

    saetzebirgit 28. April 2015

    Wenn es dir ein Trost ist: Wir leiden beide…aber es geht ja nicht um „modische“ Diäten. Sondern auch um eine „Leichtigkeit“: Ich laufe zur Zeit wieder mehr, bewege mich mehr, achte mehr auf eine ausgewogene Ernährung – und fühle mich dadurch auch ein wenig besser. Mein Kompromiss: Törtchen gibt es nur am Wochenende 🙂 Ganz spartanisch will ich nicht.

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  2. Avatar von Stephanie Jaeckel

    Stephanie Jaeckel 29. April 2015

    Oh ja, danke für das Stichwort „Leichtigkeit“. Tatsächlich habe ich mich die letzte Zeit wie ein Schrank gefühlt, der zu laufen versucht. Kein besonders cooles Gefühl, auch wenn maßlos übertrieben. Törtchen gibt es natürlich noch. Ich möchte ja nicht mein Leben ändern (und dazu gehören eindeutig kulinarische Höhepunkte der süßen Sorte), sondern abnehmen. Noch finde ich es spannend, mich selbst dabei zu beobachten. Aber ich ahne, dass es lange Durst- (oder eben Appetit-)Strecken geben wird. Es bleibt also spannend. Und, klar, alt werde ich trotzdem 😉

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