Alptraum

Seit ich denken kann, ist Fliegen meine Sehnsucht. Um zwei Zentimeter habe ich meinen Traum, Pilotin zu werden, verfehlt. Wann immer es sich ergibt und Sinn macht, wähle ich einen Flug vor anderen Möglichkeiten. Natürlich habe ich Angst. Aber das Staunen über das, was Menschen möglich ist, bleibt größer. Der Absturz heute in Frankreich hat mich entsetzt. Und bei meiner falschen Überzeugung gepackt, in Europa könnten solche Unfälle im Grunde nicht passieren. Menschenmögliches und menschliches Versagen liegen nah beieinander, auch wenn, wie betont wird, ein technischer Defekt die Ursache für den Absturz war. Freunde und Angehörige auf diese Weise zu verlieren, ist ein Alptraum. Terror, Epidemien und Krieg sind bedrohlich, Unfälle, so erstaunlich es klingen mag, an der Tagesordnung. Demnächst schon werde ich wieder fliegen. Ohne Angst, aber mit großer Dankbarkeit, wenn ich gut angekommen bin.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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