Das hat mir natürlich gefallen. Kaum denke ich übers Erinnern nach, das oft eine Art Wegdriften zu sein scheint, gibt es eine Pressemitteilung der Uni Würzburg, darin die Ankündigung zu einer Forschung und ersten Ergebnissen zur Frage, wie sich Menschen an emotionale Ereignisse erinnern: „Während zentrale Elemente dieser Ereignisse immer besser erinnert werden, gehen Randdetails typischerweise verloren.“ – Da lag ich nicht falsch mit meiner Erinnerung an die Kreuzung in irgendeinem Urlaubsort, von der ich nicht mehr weiß, auf welchem Hin- oder Rückweg sie lag (bliebe allerdings die Frage, welchen emotionalen Wert um alles in der Welt diese Straßenkreuzung für mich hatte…).
Wer Subjektivität als Widerstand gegen eine zunehmend medial gestaltete Welt versteht, muss also vorsichtig umgehen mit Erinnerungen. Filtern, abgleichen, tauchen, sieben, träumen, driften – könnten wichtige Sicherungsvorkehrungen sein.
In der Pressemitteilung geht es um die aktuellen Forschungsprojekte von Prof. Matthias Gamer.

juttareichelt 4. März 2015
Vielen Dank für den Tipp – habe ich gleich meine Aufmerksamkeit mal darauf gerichtet …
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Stephanie Jaeckel 4. März 2015
Es ist ein großes Thema in der forensischen Psychologie. Wie weit Zeugenaussagen glaubwürdig sind, zum Beispiel. Erst hat es mich erschüttert, je mehr ich darüber nachdenke, desto spannender finde ich das…
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