Sich an Regeln halten,

ist manchmal ein harter Job. Es scheint mir gar, als seien Regeln noch kontroverser diskutiert als die gute alte Ordnung. Erst wer Regeln breche, zeige wahren Charakter, so die einen, die anderen streichen stur jeden Rechtschreibfehler an, auch wenn sich vor ihren Augen gerade eine unglaubliche Wortschöpfung entfaltet. Tischregeln haben es in sich. Ohne Spielregeln wird es schwierig. Verkehrsregeln, dito. Wer gar Regeln in der Liebe aufstellt, wird an Grenzen stoßen (und die einzuhalten, ist noch mal ein ganz anderes Kaliber). Regeln sind nicht nur Ge- und Verbote. Sie sind Durchgänge und Zeichen. Sie sind selbstgemacht und uralt. Wer sich heute an Regeln hält, könnte sie morgen schon umgehen. Gerade, wer die Regeln beherrscht, mag mit ihnen hadern. Die kleine Abweichung verspricht größten Genuss. Oder größte Blamage. Also, wie halten Sie es mit den Regeln?

Clet Abraham mag auch keine Berliner Verkehrsschilder. Zu viele, sagt er auf seine Abneigung hin befragt.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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