Es gibt so Tage. Da würde ich am liebsten meinen Koffer packen und auf Reisen gehen. Möglichst weit weg. Möglichst ohne Handy. Möglichst in die Sonne. Keine Flucht, kein dramatischer Abgang. Einfach so. Um den Morgen noch einmal neu zu sehen, um meine Stimme in einem anderen Land zu hören, um mich zu vergewissern, dass das Licht woanders tatsächlich anders ist, dass die Menschen aber Menschen bleiben. Ich möchte die Farben neu buchstabieren, die Geräusche anders hören, überrascht werden hier und hier, weil ich mir dort noch keinen Alltagstrott eingelaufen habe. Es ist, als würde ich ein nagelneues Heft hervorziehen, um die erste Seite aufzuschlagen und etwas dort hineinzuschreiben. Ein schönes Gefühl zu denken, das ginge einmal. Wie gut ich es habe!

Maren Wulf 20. Februar 2015
Was möglich ist hängt nach meiner Erfahrung oft vor allem davon ab, was wir selbst für möglich halten. 🙂
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Stephanie Jaeckel 21. Februar 2015
Oh, es hat Jahre gedauert, bis ich das verstanden habe. Gestern lag meine Verblüffung eher da, wo mir der Luxus aufging, solche Wünsche für erfüllbar zu halten.
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