Noch ein ins Eis krachendes Büblein (leidlicher Ausgang):

Zugegeben, ich war zu früh. Denn als ich dieses Foto machte – für meinen Begriff ein richtig gutes Tatortfoto – war der Ort noch gar nicht so weit, die Tat, oder der unfreiwillige Einbruch ereignete sich erst wenig später, nachdem ich die Kamera schon wieder in die Tasche gesteckt und bis zu dieser sehr bewegten Neptun-Nixe-Skulptur vorgegangen war. Aber just da stürmte ein kleiner Junge unter dem Gebüsch hervor, das hinter dem Einkaufswagen zu sehen ist. Er hielt am Rand des Teichs kurz inne, doch dann wagte er einen Schritt, und weil die Teichoberfläche – tatsächlich noch mehr Wasser als Eis – niedrig war, landete er mit Krachen und Platschen im Wasser (zum Glück nur mit einem Bein). Das Geschrei war groß, vor allem das der schimpfenden Mutter. Ist es die Sehnsucht, Neuland zu betreten, die uns immer wieder auf zu dünnes Eis lockt?

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Comments 4

    • Avatar von Maren Wulf

      Maren Wulf 13. Februar 2015

      Nee, nicht spotten im Sinne von sich lustig machen, sondern gezieltes Beobachten von Objekten oder Phänomenen wie eben ins Eis krachenden Büblein, die gegenwärtig Blog-Hochkonkunktur zu haben scheinen. Es lebe der Sprachen-Mischmasch, und ganz besonders lebe das bisher unterrepräsentierte neugierige Mägdelein! 😉

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