Zu viel. Das ist die verblüffende Erkenntnis meiner heutigen Hausaufgabe. Ich hatte etwa eine Minute mit Sounds zu füllen, mit Knistern, Knallen, Rascheln, Klopfen, Klimpern, Geräuschen aus der Umwelt für’s Erste, die sich mit etwas Augenmaß, Tricks und glühenden Ohren zu Unerhörtem wandeln – Raumschiff Enterprise, meine zweite große kindliche Leidenschaft, lässt grüßen. Wie viel Arbeitszeit in so einer Minute stecken kann, das ist die erste Lektion. Aber dann wackelte hier was, da schien mir der Übergang zu abrupt, alles nicht so recht geschmeidig, kurz, nicht fertig. Und dann eben kam die zweite Lektion: Was mir zu wenig, zu wenig durchgearbeitet, zu wenig profiliert erschien, war für meinen Lehrer die pure Überfüllung. „Viel zu viel“, lachte er. „Damit kannst du locker sechs, ach was, acht Minuten füllen. Vertrau‘ den einzelnen Sounds. Stell‘ sie dir mit einem Gesicht vor. Lass‘ sie hervortreten, gib‘ ihnen Platz. Mach Pausen. Schmeiß‘ erst mal zwei Drittel raus.“ Also wieder raus mit den schön getüftelten Tönen. Kill your darlings. Und sei froh, dass du so viele Ideen hast!
