und ich sage dir, wer du bist. Vorbilder, Idole gar, sind unter Erwachsenen verpönt. Als Kind darf man sich noch an den „Großen“ orientieren, selbst groß geworden, bekommt die Sache Schlagseite. Als sei da jemand immer noch nicht selbständig, vom Tun und Lassen eines Leittiers abhängig. Dabei. Vorbilder können beflügeln. Denn es geht keineswegs darum, etwas nachzumachen. Es geht darum zu sehen, dass es geht (was auch immer). Ein Vorbild lenkt im guten Fall auch von mir ab. Statt mich im eigenen Gewurschtel zu verheddern, kann ich doch mal sehen, wie X oder Y in einem ähnlichen Fall vorgegangen ist. Wäre das auch für mich eine Lösung? Eine junge Wirtschaftswissenschaftlerin (ihren Namen habe ich notiert, gerade leider nicht zur Hand) hat in einer BBC-Diskussion auf die Möglichkeiten von Vorbildern hingewiesen. „Nenn‘ mir deine Freunde und deine Vorbilder: das sagt mir mehr“, so die in ihrer beruflichen Karriere schon weit gekommene Frau, „als die Qualifikationen und Zeugnisse, die du mir vorlegst.“ Im Vorbild liegt die eigene Vision, die Idee, in welche Weite des Universums ich vorstoßen will. Was mir Winnetou beigebracht hat? Alleine zu entscheiden – auch wenn mein verzücktes Kinderlächeln eher seinen tollen Haare und dem edlen Pferd galt…

papiertänzerin 22. Januar 2015
… und dein Vorbild heute, immer noch Winnetou 😉 ?
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Stephanie Jaeckel 22. Januar 2015
Gute Frage und eigentlich auch der Anlass des Textes: Wer sind meine Vorbilder? Mir ist vor Jahren aufgefallen, dass ich es als Frau aus meiner Generation während des Studiums ziemlich schwer hatte, z.B. professionelle weibliche Vorbilder zu finden. Momentan bin ich da noch am Zusammensuchen. Winnetou gehört natürlich immer noch dazu, die Phase, wo mir die Erinnerung an meine Begeisterung peinlich war, ist zum Glück vorbei.
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