Ich bin Kunsthistorikerin. Schon während des Studiums musste ich mir viel vom Wolkenkuckucksheim, vom Elfenbeinturm anhören und bin bis heute einigen im Verdacht, nichts „Ordentliches“, zumindest nichts Handfestes zu tun. Manches Mal habe ich selbst so etwas in der Art gefürchtet. Um so überraschter war ich heute Morgen, Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, im Radio auf einer Anti-Pegida-Demonstration reden zu hören. Erstens, weil es tatsächlich selten ist, dass Kunsthistoriker überhaupt etwas über ihr Fach hinausgreifendes sagen, und zweitens, weil er mich wieder daran erinnert hat, wie wesentlich Kunst war, ist und bleibt und was passiert, wenn Kunst national gedacht wird. Und das sind jetzt meine Worte: sie wird blöd.
Der Gartenzwerg steht natürlich jenseits jeglichen Blödheitsverdachts: Ich finde ihn einfach hinreißend!

saetzebirgit 13. Januar 2015
Kunst, national gedacht, wird blöd.
D`accord.
Und Menschen (Nationen) ohne Kunst: Auch die werden blöd.
Mich erschüttert die Zerstörung von historischen Gebäuden, von Kunstwerken etc. jedesmal auch tief – die Terroristen, die dies derzeit in den arabischen Ländern tun, wollen damit auch Identitäten zerstören.
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Stephanie Jaeckel 13. Januar 2015
Meine Freundin Barbara Siebert hat mich neulich darauf aufmerksam gemacht, dass in Syrien die Wiege der christlichen Kultur gerade sang- und klanglos vernichtet wird. Die Moderne hat eine gewisse Tendenz, Traditionen zu kappen. Nicht immer zum Schlechtesten. Aber wir sollten uns langsam vorsehen.
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