Mit der Hand Linien ziehen. Wobei!? – Die Druckbuchstaben von heute ähneln eher Buchstabenprozessionen, mächtigen Zeichenkolonnen. Ursprünglich geritzt, gekratzt für die Ewigkeit, für das vergessliche Gedächtnis, für die Verwaltung, die Enkel für – was eigentlich? Wer professionell schreibt, arbeitet für ein Publikum oder für eine Zielgruppe, wenn es besonders schlimm kommt. Wer schreibt, schreibt vielleicht auch für die, die nicht schreiben (können). Schreibend sich versichern ist fast so etwas wie ein Reflex, wie mir scheint. Schreibend vom Weg abkommen wahrscheinlich die edelste Aufgabe. Auf dem Limit schreiben, auf scharfem Grat. Deleuze sagt „d’en sortier“: rausgehen.
