Viel Geld, wenig Zeit

scheint eine Konstante in menschlichen Gemeinschaften zu sein. Die Idee zum Beispiel, dass alte Adlige viel Geld und viel Zeit gehabt hätten, gilt als widerlegt: sie haben hart gearbeitet, was bei ihnen mit hart feiern zusammenfiel (im Gegensatz zu heute). Wer eine tolle Wohnung hat – oder gleich mehrere – kommt oft nicht in den Genuss, sie zu bewohnen. Erstens geht das selbst bei Menschen mit eigenem Jet nicht gleichzeitig, zweitens sind sie bislang noch zur Arbeit unterwegs. Der Homeoffice für Führungskräftige wird höchstens in den Nachtstunden aktiviert. Auch Friedrich II. wird meist nur im Sauseschritt durch das Neue Palais geeilt sein. Zumal es nicht mal sein Homeoffice war, sondern Gästehaus für die weit verzweigte Verwandtschaft und für Gesandte von Alliierten oder aus Nachbarstaaten. Viel Zeit, wenig Geld hätte vielleicht gerade mal einen Blick in den Potsdamer Schlosspark erhascht. Und wie wäre es mit genug Geld, genug Zeit? Vielleicht eine Herausforderung im nächsten Jahr!?

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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