Orange scheint die Farbe der Stunde,

um gegen das Grau des einziehenden Winters zu halten. So gesehen vor ein paar Wochen in einer Schrebergartenkolonie in Weissensee. In Goethes Farbkreis fehlt zwar nicht die Farbe, doch ihr heutiger Name: rotgelb/gelbrot nennt der Dichter den kräftigen, zwischen den Primärfarben Gelb und Rot liegenden Ton. Ihren heutigen Namen nach der süßen Zitrusfrucht bekam die Farbe erst später. In der Psychologie gilt Orange als Kraftspender. Der Blick ins Orangene (und was geben da die Herbsthimmel für erstaunliche Spektakel her) kurbelt die Kreativität an, senkt den Stress, hilft Morgenmuffeln beim frühen Aufstehen und weckt (hört! hört!) Arbeitsfreude. Doch was muss ich lesen? Da orange auch den Appetit anregt, sollten sich Leute mit Gewichtsproblemen vorsehen. Ich habe Sie gewarnt!

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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