Autoren, die für Kinder schreiben, werden oft nur als „halbe“ Autoren wahrgenommen: schließlich schreiben sie bloß für die Kleinen. Andreas Steinhöfel wies kürzlich in einem Interview darauf hin, dass der deutsche Sprachgebrauch für Kindergeschichten den Begriff „Kinderbuch“, nicht jedoch (oder nur für „Klassiker“) den der „Kinderliteratur“ bereit halte. Der „Kinderlyriker“ – wie er in Wikipedia vorgestellt wird, und eben nicht „Lyriker“ – Josef Guggenmos hoffte auf die Macht der Kinder für eine bessere Zukunft, indem das Kind in jedem einzelnen von uns helfe, später und also groß geworden, Mensch zu bleiben.
„Schaut man genau, – dann ist viel los – – dann ist das Kleine – schön und groß. – Dort kniet ein Mann – und schaut ins Moos. – Was sucht er da? Wie heißt er bloß?“ Josef Guggenmos

ultramarmedia 11. März 2015
Liebe Stephanie, hab Deinen Blog entdeckt – wie toll der ist! Und da hab ich gleich einen Hinweis zur Kinderliteratur: ein Artikel jüngst im Guardian, in dem u.a. der von mir so geschätzte Neil Gaiman erklärt, dass er viel genauer überlegt und wieder und wieder lektoriert, wenn er für Kinder schreibt, weil Kinderbücher wiederum – im Gegensatz zu Erwachsenenliteratur – immer und immer wieder gelesen werden… (hier: http://www.theguardian.com/books/2015/feb/16/childrens-books-are-never-just-for-children) Also: Lasst uns die Kinderliteratur mehr schätzen!
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Stephanie Jaeckel 12. März 2015
Ja, herzlich willkommen, liebe Birge! Und danke für den Lesetip und das Lob. Kinderbücher, da bin auch ich mir sicher, bleiben länger als alles andere Gelesene im Kopf. Pippi Langstrumpf, Kleiner König Kalle Wirsch, Grimms Märchen oder auch Kästners „Emil und die Detektive“, das im Guardian erwähnt wird, haben sich als starke, farbige Bilder in meiner Erinnerung festgesetzt. Fast so, als hätte ich die Geschichten selber erlebt.
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