„Wasser ist etwas, das du nicht halten kannst. Wie Männer. Ich habe es versucht. Vater, Bruder, Geliebter, wahre Freunde, hungrige Geister und Gott – alle haben sich meinen Händen entzogen, einer nach dem anderen.“ So beginnt Anne Carsons Buch „Anthropologie des Wassers“, eine Lektüre, die seit Wochen auf meiner Bibliotheksbestellliste ganz oben stand. Ein verheißungsvoller […]
Autor: Stephanie Jaeckel
Noch ein ins Eis krachendes Büblein (leidlicher Ausgang):
Zugegeben, ich war zu früh. Denn als ich dieses Foto machte – für meinen Begriff ein richtig gutes Tatortfoto – war der Ort noch gar nicht so weit, die Tat, oder der unfreiwillige Einbruch ereignete sich erst wenig später, nachdem ich die Kamera schon wieder in die Tasche gesteckt und bis zu dieser sehr bewegten […]
Und so sehen manche Antworten aus.
Zerpflückt und zerbröselt, nachdem sie gestern Abend noch wie in Stein gemeisselt schienen. Ja so ist das mit den Fragen. Sie ziehen als leise Karawane neben mir mit, gelegentlich tauchen sie auf, ich krame in meinen Taschen nach Antworten, von denen ich mir sicher bin – und finde nichts als Plunder. Als Spiel betrachtet ist […]
Eine Frage wie eine Drehtür:
Was ist (gute) Kunst? Ich möchte – oha! hier zögere ich zwischen gerne und lieber gar nicht – wissen, wie viele diese Drehtür schon passiert haben. Ich bin qua Studium öfters durch. Mit eigenen Antworten, zu mehreren, euphorisiert, verunsichert, mit dem Wunsch, die vermaledeite Tür zuzuschlagen (aber schlagen Sie mal eine Drehtür zu), mit Drehschwindel, […]
Ein Blick in den Spiegel
Gerade hatte ich das Buch „L’amant“ von Marguerite Duras wieder aufgeschlagen, als mich von der ersten Seite ein Thema ansprang, das ich ansonsten gerne vermeide. „Sehr früh in meinem Leben war es (schon) zu spät.“ So fängt der dritte Absatz an, und es geht weiter damit, wie Marguerite Duras unerbittlich das frühe eigene Altern beschreibt. […]
Einhörner sind auffällig weit verbreitet.
Ich hätte verblüfft sein können, war es jedoch nicht. Weil ich erst neulich ein Interview mit dem Bonner Philosophieprofessor Markus Gabriel gelesen habe, darin dieser bereits zitierte Satz: „(Einhörner) sind auffällig weit verbreitet.“ Nanu, dachte ich damals beim Lesen, sind Philosophen jetzt die neuen Fantasy-Könige? Nö, lernte ich in den nächsten Zeilen. Sie sind nur, […]
Überraschung!
Wie oft am Tag, in der Woche, im Monat sehe ich etwas, was ich so noch nie gesehen habe? Wer wagt eine Strichliste? Ich habe heute erst eine Weihnachtskugel an einem frierenden Straßenbaum gesehen, am nächsten ein Osterei, dann ein verwaistes Vogelnest in einem Zaun (wo Vögel überall Unterschlupf finden!), ein Einhorn (jawohl!) im Kampf/Tanz […]
Schreibend die Welt erkunden
Meine Generation hat das Schreiben früh gelernt, selbstverständlich: Es gilt Schulpflicht in Deutschland. Einmal gelernt, und vor so langer Zeit, scheint es längst nichts Besonderes, höchstens wer sich die Schreibhand – sei sie nun links oder rechts – verletzt, merkt, wie mühsam diese vermeintliche Selbstverständlichkeit zu ersetzen ist. Vielleicht fällt einem in solchen Zeiten ein, […]
In memoriam
So sah es vor vier Jahren noch aus im sandigen Herzen Berlins, d.h. liebe Nicht-Berliner: Mitten in der Stadt! Ein Himmelszelt!
Kill your darlings…
Zu viel. Das ist die verblüffende Erkenntnis meiner heutigen Hausaufgabe. Ich hatte etwa eine Minute mit Sounds zu füllen, mit Knistern, Knallen, Rascheln, Klopfen, Klimpern, Geräuschen aus der Umwelt für’s Erste, die sich mit etwas Augenmaß, Tricks und glühenden Ohren zu Unerhörtem wandeln – Raumschiff Enterprise, meine zweite große kindliche Leidenschaft, lässt grüßen. Wie viel […]









