So habe ich mir das eben auch nicht vorgestellt. Dass ich immer wieder von vorne anfange bei der Frage, wer ich eigentlich bin. Oder wo ich hin will. Vermutlich gibt es ja auch sehr verschiedene Charaktere, dass es den einen so, den anderen eben anders ergeht. Aber seit mein Vater tot ist, habe ich das […]
Autor: Stephanie Jaeckel
Ein ganzes Leben
Wir Menschen gehören ja zu den Lebewesen mit großen Hirnen. Dennoch vergessen wir unablässig. Gerne auch wichtige Dinge. Mein Vater hat mich in den letzten Monaten oft gefragt, warum man geboren wird, wenn man am Ende doch nur stirbt. Ich hatte darauf keine Antwort. Jetzt, wo er tot ist, würde ich sagen: „weil mit dem […]
Die Buchmesse
Nein. Ich habe nicht ein Buch gesehen. Aber ich war auch nicht zum Stöbern angereist. Ich hatte einen Workshop vorbereitet, zuerst ging es deshalb auch für mich ins Kongresszentrum. Und als ich gestern, also Samstag, endlich in den Messehallen war, – voll ist gar kein Ausdruck! Was mir gefällt: Früher waren die kostümierten Besucher*innen noch […]
Dem Sterben zusehen
Aus dem Fernsehen sind wir einiges gewohnt. Kriegstote gehören fast schon zum täglichen Brot – zumindest in Krisenzeiten. Es ist immer ein ungutes Gefühl, das Drama im eigenen Zimmer zu haben, gleichzeitig keine – oder gefühlt unpassende – Emotionen zu spüren. Sterben wiederum ist uns fremd geworden. Selbst in Pflegeheimen bleibt das Gespräch darüber ausgespart. […]
Gespenster
Sie sind da. Seit mein Vater im Sterben liegt, kommen sie ganz nah. Sie umkreisten mich erst, ich wurde krank, sehr wackelig und aufnahmebereit für ihre Botschaften. Sie meinen es ernst. Jetzt kann ich einigen von ihnen ins Gesicht sehen. Sie kommen nicht oft. Die Atmosphäre um mich herum ist wie abgeriegelt. Ich höre andere […]
Motivation
meine hängt gerade durch wie diese weiße Tulpe im Baum. Woher nehmen? Wie ein Mantra sage ich mir vor: Es ist nicht nur Alltag, es ist auch Dein Leben. Und nein. Kein Spass. Einfach nur etwas mehr Karacho. Welche Freiheit nehme ich mir? Welche unangenehme Sache kann ich angehen (ich kenne doch das tolle Gefühl, […]
Etwas nicht (nie) können
Ich habe gestern in der ZEIT einen Artikel über eine Amerikanerin gelesen, die seit 30 Jahren ohne wesentlichen Erfolg surft. Der Sport ist ihr Hobby. Die Geschichte wäre nicht der Rede Wert, wenn – ich meine, wir kennen alle diese Hobby-Künstler*innen, Sportler*innen, Sänger*innen, Autor*innen, die im Grunde nicht aus dem Knick kommen mit ihrem Freizeitvergnügen […]
Tod und Hoffnung
Im Grunde wiederholt sich diese Vorstellung jedes Jahr, wenn auch, wie es scheint, jedes Jahr ein bisschen früher: die Wiederkehr des Lebendigen nach den dunklen Wintermonaten. Früher fand ich es schön. Mittlerweile greift mich dieses neue Wachsen tiefer an. Als Trost. Und als ein Frohsein, das über mich hinausgeht. Mir steht auch Hölderlins Begeisterung für […]
Neben allen eigenen Problemen.
Absolute Beginners
Wenn nicht mehr viel geht: etwas Neues anfangen. Wenn ich zurück blicke, habe ich oft zu diesem Strohhalm gegriffen. Und auch, wenn ich längst kein Allroundgenie geworden bin: hier und da mal reingeschnuppert zu haben, war nie verkehrt. Seit letztem Jahr bin ich Senioren-Balerina. Nein: Spitzentanz wird nicht mehr drin sein. Aber ich lerne Haltung, […]









