Die erste Woche des neuen Jahres ist um und hatte für mich schon wieder alles dabei, was mich jahraus, jahrein beschäftigt.
Ich war guten Mutes gestartet – und am Donnerstag war die Luft schon wieder raus. Im Kopf ging das Warnzeichen an: „Red alert! Red alert? What went wrong?“
Heute kann ich schmunzeln. Warum ich gleich denke, etwas gehe falsch, wenn es nicht meinen Vorstellungen entspricht? Armes kleines Menschenkind: Schon wieder sortiere ich mein Leben nach Leistung und Scheitern. Ich hake To-Do-Listen ab und bin stolz auf noch mehr Häkchen an jedem Abend. Wehe, es werden weniger. Geht’s denn noch???
Na gut. Etwas ist dran am Abhaken. Denn ich mache nun mal Termin-Arbeit, da sind Häkchen ein guter Anzeiger für pünktliches Erscheinen. Und natürlich habe ich alte Häsin genug Puffer. Die Alarmanlage geht aber schon an, wenn nicht jeden Tag mehr, oder zumindest gleichviel abzuhaken ist. Hier stolpert mein System.
Ohne Pause keine Leistung. Ohne Scheitern kein Leben. Ohne Geduld kein langfristiger Plan. Ohne Zuversicht gar nichts.
Aber wenn das nur ein noch perfekteres Hamsterrad ist?
Vermutlich muss ich noch einmal neu tarieren. Und verstehen, dass Arbeit und Freizeit nicht die Gegensätze sind. Sondern Geldverdienen eine Notwendigkeit, die sich aus mehreren Fähigkeiten zusammensetzt (eben auch, sagen wir, sparen, sorgsam mit Ressourcen umgehen, sich umschauen), während Arbeit auch Lebensinhalt ist, und nicht nur in bare Münze umzurechnen.
Immer und immer wieder dreht sich dieses Rad neu. Ist ja gut, wenn ich gleich im Januar die Betriebseinstellung neu justiere. Insofern: Ahoi! Allen einen guten Start in die Woche!
Ach ja, und noch was: Es darf auch mal eine Weile alles richtig schön schief gehen: Herzlich Willkommen!
