Anders sein

ist vielleicht die größte Sehnsucht heutiger Menschen. Wir verstehen das „Andere“ in diesem Sinn als das „Eigene“, rechnen es unserer Identität an, unserem eigenen, unverwechselbaren Fingerabdruck.

Aber: Alles ist immer anders. Jeder, jede und jedes. Warum darauf „Eigenes“ bauen?

Deleuze weist darauf hin, dass wir, indem wir diese Unterscheidungen formulieren, unsere Identitäten schaffen. Nicht die Unterschiede selbst sind demnach Identität, sondern das Benennen des Unterschieds.

Identitäten zielen auf Hierarchien. Vielheit hingegen hat weder Zentrum noch Ursprung. In diesem Sinn: Ein frohes Neues Jahr!

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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