Überraschung!

Leider war ich an dem Nachmittag, an dem ich diese Täfelchen sah, schon so müde, dass ich mir weder die Entstehungszeit noch sonst irgendetwas dazu aufgeschrieben habe. Nur so viel erinnere ich: dass sie aus der prähistorischen Zeit stammen, also in jener frühen Ära, in der die verschiedenen Menschenstämme noch mehr wie Affen aussehen und dennoch erste Werkzeuge und erste Bildnisse schaffen. Diese Täfelchen, so nimmt man zumindest an, repräsentieren höhere Mächte oder auch höhere Wesen, manche haben Augen, aber allen gemein ist dieses abstrakte Muster, als wenn unsere Vorfahren einen sicheren Geschmack für Abstraktion hatten. Hatten sie ja vermutlich auch, die Welt um sie herum war realistisch genug. Eine jenseitige Macht war demnach durchaus als Abstraktion vorstellbar. Eine schöne Vorstellung. Und ein weiterer Beweis dafür, dass Zeit nicht nur die Entwicklung zu etwas hin ist. Vielmehr wiederholen sich Dinge im Laufe der Jahrtausende. Für mich eine sehr berührende und auch tröstliche Vorstellung.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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