Die Frage stelle ich mir immer wieder, wenn ich unterwegs bin: Warum mache ich das? – Darauf habe ich wohlsortierte, vor allem „vernünftige“ Antworten. Aber es gibt in mir drin so eine quengelnde Stimme, die unterwegs ganz schön laut werden kann.
Es zeigt sich, dass ich mit viel Stress reise. Sobald ich bekanntes Terrain verlasse, bin ich angespannt. Verständlich, aber anstrengend. Meine vernünftige Stimme erklärt dann, dass kein Säbelzahntiger um die Ecke kommen kann, nein, auch nicht in dem fremden Land. Die Vernunft antwortet, ach, sag mir mal was Neues. Aber der Rest bleibt vorsorglich in Panik.
Ein anderer Stress kommt auf, wenn ich dann überlege, was ich als nächstes machen möchte. Ich will weitgehend „freihändig“ reisen, das heißt, ohne festes Programm. Meistens gibt es am Tag einen Punkt. Und dann: mal sehen. So sehr auch hier meine Vernunft darauf besteht, einfach, um mir eigene Eindrücke zu ermöglichen, so wenig lässt sich der Quengel beeindrucken. Es ist dann so, dass ich einen Faden spinne, an dem ich mich entlang hangele. Dieses Mal ist es gut gegangen. Ich habe eine Balance gefunden und so einiges gesehen.
Für ein Fazit ist es noch zu früh. Erst mal bin ich einfach froh, dass alles gut geklappt hat.
