Musik hören

Zu Hause höre ich fast gar keine mehr. Aus dem Radio kommen Wortbeiträge, den alten CD-Player habe ich aus der Wohnung verbannt, über den Rechner ziehe ich nur noch gelegentlich ein paar Songs aus dem Netz. Warum das so ist, weiß ich nicht, ich habe immer gerne Musik um mich gehabt. Nicht bei der Arbeit, doch aber in der Freizeit oder beim Wohnungsputz.

Das gilt auch für Konzerte. Ich gehe super gerne hin, mache es aber nicht mehr. Dabei. Wenn ich gehe, erlebe ich meist Überraschungen. Neulich dachte ich, es gibt wenig so komplexe Strukturen, denen ich sonst im Leben begegne (bzw. es überhaupt bemerke). Mir kam die Assoziation dass Musik hören in einer Art dem Betrachten von Wellen gleicht. Alles bewegt sich, nichts bleibt so, wie es gerade noch war.

Und dann gibt es Momente, beim Wellen Betrachten wie beim Musik Hören, in denen ich die Komplexität der Welt zu erfassen glaube. Intuitiv, und nur für kürzeste Zeit, aber es offenbart sich mir ein Zusammenhang. Für eine Erleuchtung reicht es nicht. Aber für die Sicherheit, dass es etwas gibt, das größer ist, als ich oder die bloße Menge von Menschen oder Dingen.

Filed under: Allgemein
Avatar von Unbekannt

von

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Hinterlasse einen Kommentar