Seit einigen Tagen komme ich immer wieder auf Fragen des Lebens innerhalb der Zeit zurück. Ich versuche eine Vorstellung, meine eigene (Lebens-)zeit zu sein. Aber dann lese ich bei Thomas Melle einen Satz über Kindheit und Erwachsenwerden, in dem er schreibt, wie man in der Zeit wird. Also in die Welt-Zeit eintritt und sich mit ihr verwebt (wenn ich das richtig verstehe).
Die Kindheit wäre demnach eine Phase, in der Menschen in die Zeit einwachsen. Und ich frage mich, ob es da auch Störungen gibt, und ein Kind nicht in die Zeit reinkommt. Und dann dieses Zombi-Gefühl entsteht, nicht wirklich zu leben. Nur am Ufer zu stehen. Und ob es Möglichkeiten gibt, später noch in den Zeit-Fluss einzutauchen. Oder ob es für den Platz am Ufer auch eine bestimmte Existenzform gibt.

kormoranflug 5. Januar 2025
In meiner Einschätzung bist Du eine Hochbegabte und daraus resultieren Deine Probleme mit der Welt. Ein gutes neues 2025 von Tom
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Stephanie Jaeckel 5. Januar 2025
Das muss es sein 😉 Dir auch ein gutes Neues!
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monsieurquirit 6. Januar 2025
Jeder Mensch hat seine eigene Lebenszeit. Da gibt es schon die ersten Unterschiede. Dann hat die Zeit auch etwas mit Tempo zu tun für das, was in der Zeit passiert. Auch da hat jeder ein anderes Tempo.
Die eigene Zeit, ist die, die man sich nimmt. Und das sollte man tun, denke ich.
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Stephanie Jaeckel 6. Januar 2025
Ja, das mit dem Tempo ist sicher ein wichtiger Punkt. Deswegen dachte ich, vielleicht kommt man vom Zeit haben zum Lebenszeit sein dem gedanklich etwas näher. Und sich eben Zeit nehmen, oder in die eigene Zeit steigen, das ist das, was ich immer wieder übe.
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Grinsekatz 6. Januar 2025
In mancherlei Hinsicht kann Mensch auch durch die Zeit fallen, wie es heißt. Oder aus der Zeit fallen, mit Ansichten, Äußerlichkeiten, Werten, Worten. Im Grunde ist die Zeit ein Konstrukt von uns begrenzten Geschöpfen, die stets alles messen, erfassen und vergleichen müssen. Größer gedacht existiert sie nicht, die Zeit. Wenn dem doch so wäre, wie lange dauert dann die Ewigkeit? Und falls diese auch eine Geburt und einen Tod hat, was tritt dann an ihrer Stelle oder was war zuvor?
Was bleibt, ist die Qualität dessen, was wir Zeit nennen. Lebenszeit eben.
Guten Morgen dir & Grüße, Reiner
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Stephanie Jaeckel 6. Januar 2025
Ich habe gerade einen vorzüglichen Text von Alexander von Humboldt gelesen, der, so zumindest kommt es mir vor, mit dem Alter immer mehr aus der Zeit, oder zumindest dem Zeitgeist fiel.
Ewigkeit stelle ich mir als Moment vor und Gleichzeitigkeit. Könnte ich das auch mehr im Alltag denken, wären vielleicht diese endlosen und falschen Vorstellungen von Kausalität einemal ruhig.
Und dann frage ich mich, ob man Lebenszeit in Qualität messen kann. Weil, ach ja, da beißen gleich wieder hundert Fragen an. Dir einen guten Start in die Woche (womit wir wieder bei den kleinen Zeiteinteilungen sind…)
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Pascal 8. Februar 2025
Ja, ich bin kein Professor oder Poet. Ich denke gerne an meine Zeiten früher zurück.
Oft sind meine Erinnerungen aber verblasst und es sind nur noch Momente übrig geblieben die ich jetzt auch selbst versuche in meinen Block festzuhalten.
Ob man in die Zeit hineinwachsen kann vermag ich nicht zu sagen auch nicht was nach dem Tod kommt.
Ich bin mir nur sicher das man selbst, die Zeit wenn es sie denn gibt, immer in seiner eigenen Wahrnehmung wahrnimmt.
Egal, ob schnell oder langsam. Erfüllend oder an einem vorbeiziehend.
Ich erinnere mich noch im Ahornweg in Buxtehude gab es einen Spielplatz und bin mir sicher das ich einen Moment für mich hatte und ich quasi geflogen bin.
Tag Traum oder Fantasie, egal oder Realität. Ich bin geflogen es war meine Zeit oder wir haben viel Zeit draußen verbracht, im Eibenweg auf dem Waldspielplatz. Genauso auf dem Spinnenspielplatz, dort gab es eine riesige Rutsche so hoch wie 1.5 Familienhäuser, es war genial.
Leider existiert das alles nicht mehr.
Als Kind hat man soviel schöne Dinge erlebt, auch teilweise in der Fanstie.
Ihr solltet das Buch Momo lesen einfach wundervoll.
Wir sollten vielmehr alle in Gedanken in der Zeit zurück reisen und genießen.
Vielleicht wachsen wir auch in die Zeit rein, ich weiß es nicht.
Euch ein schönes Wochenende
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Stephanie Jaeckel 9. Februar 2025
Wer eine glückliche Kindheit hatte, mag gerne zurückreisen. Bei Melle zum Beispiel geht es um einen Mann, der als Schüler mißbraucht wurde. Für mich gibt es an dieser Stelle die Frage, ob es Umstände geben kann, die einen als Kind oder jungen Menschen nicht ankommen lassen. Oder wie man später in die Weltzeit schlüpfen kann.
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