Der Satz muss schon millionenfach durch meinen Kopf gegangen sein. Mal laut, mal leise, oft mehr so im Hintergrund, vielleicht kaum verständlich. Was, wenn ich mich irre? Ist seine Schwester. Aber mit Fragezeichen nicht so bohrend und drängend wie der Fehler-Satz. Heute morgen stand er mir plötzlich komplett ausbuchstabiert vor Augen. Ohne dazugehörigem Problem. Nur der Satz. Und das war ein Aha-Moment ganz besonderer Art. Denn mit einem Schlag wurde mir eine meiner wichtigsten Motivationen im Leben klar: Jetzt bloß keinen Fehler machen!
Das musste dann erst mal sacken.
Ich meine, wie soll denn so ein Leben aussehen?
Es ist klar, dass ich da schleunigst weg muss. Nicht, dass ich missverstanden werde. Es wird fortan sicher nicht meine Absicht werden, viel falsch zu machen. Das hält zu vieles auf. Und schadet möglicherweise anderen, die damit nix zu tun haben. Aber ich sollte nicht immer auf den späteren Ausgang, auf das Fehlerpotential einer Entscheidung schielen. Ich weiß es ja eh nicht. Kann eben immer auch genau anders.
Vorausdenkend handeln bedeutet nicht unbedingt, Fehler zu vermeiden. Es könnte in meinem Fall bedeuten, mehr Risiko zu wagen.

kormoranflug 14. November 2024
Wer nichts macht, macht keine Fehler – das kann auch ein großer Fehler sein.
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Verwandlerin 15. November 2024
Interessant, was man manchmal so über sich lernt, liebe Stephanie!
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