heute wollte ich eigentlich nur diese eine Schicht eines Wespennestes posten, das der Kammerjäger am Montag abgenommen hat. Samt toter Wespe. Menschen halt. Aber ich sehe schon ein, dass mein Nachbar sich nicht wohl fühlte mit der direkten Nachbarschaft am Küchenfenster. Denn Wespen sind ja nach der Brut nicht weg, wie meine Amseln, die jetzt diszipliniert brüten (natürlich nur die Amsel-Mama), ein echtes Vorbild, wenn ich gleich nebenan am Schreibtisch sitze und keine Lust habe.
Und dann stellt WordPress heute die Frage, ob und wie ich mir täglich Gedanken zur Nachhaltigkeit mache. Da bleibe ich dran hängen. Und denke: Hm. Eher nicht. Eher mache ich mir Gedanken in Richtung Sparsamkeit. Ob etwas wirklich nötig ist. Das hat schon Auswirkungen darauf, was ich kaufe, oder auch, ob ich Dinge noch einmal verwende. Bei mir heißt die Frage dann nicht: Ist das nachhaltig? Sondern: Brauche ich das wirklich oder finde ich eine andere Lösung? Es gibt auch größere Entscheidungen: (weitgehend) keine Bücher zu kaufen, sondern öffentliche Bibliotheken zu nutzen. Das tut mir zwar insofern leid, als ich gerne Buchhändler*innen unterstütze. Aber der Verzicht auf Papier (auch auf Ausdrucke für die Arbeit) ist für mich ein Punkt.
Die andere Entscheidung ist, in einer kleinen Wohnung zu leben. Nein, ich habe keine großen finanziellen Spielräume. Insofern ist das auch eine gewisse Notwendigkeit. Doch wenn ich es wirklich wollte, hätte ich vermutlich schon eine Unterkunft mit mehr Quadratmetern gefunden. Hier ist es dann die innere Stimme, die mein gelegentliches Jammern beendet, indem sie spricht: 39 Quadratmeter sind genug. Geh‘ raus, wenn es dir zu eng wird.
Das reicht so sicher noch nicht. Habt Ihr Dinge, die Ihr macht, um nachhaltiger zu leben?
