Im Grunde wiederholt sich diese Vorstellung jedes Jahr, wenn auch, wie es scheint, jedes Jahr ein bisschen früher: die Wiederkehr des Lebendigen nach den dunklen Wintermonaten. Früher fand ich es schön. Mittlerweile greift mich dieses neue Wachsen tiefer an. Als Trost. Und als ein Frohsein, das über mich hinausgeht. Mir steht auch Hölderlins Begeisterung für den Frühling klarer vor Augen – oder ja, eher vor dem Herzen. Diese Hoffnung auf einen Neustart. Für die Welt und auch für mich selbst. Gerade Hölderlin jedoch zeigt, wie Verzweiflung greift, wenn einem der Frühling egal wird. Dann ist Natur eben doch nur noch ein Rad, das leerläuft.

Verwandlerin 16. März 2024
Ich möchte hier jeden Satz unterstreichen, liebe Stephanie!
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