Ich werde immer mal wieder gefragt, ob es nicht gewagt sei, private Dinge im Blog zu schreiben. Als Freiberuflerin kann es schließlich heikel werden, wenn zuviel aus dem eigenen Leben öffentlich wird. Ich erinnere mich, dass ich gerade am Anfang gar nicht so recht etwas mit der Frage anfangen konnte. Weil ich meine Blogbeiträge nicht besonders privat fand. Klar, wer aus dem Alltag schreibt, kann am ehesten aus dem Eigenen berichten. Das ist für das Thema der größte Fundus (Glück für die, die noch große Familien um sich haben und an mauen Tagen auch mal aus dem Alltag der Kinder oder der Geschwister etwas angeln können…)
Ich habe dann regelmäßig größere Strecken der Beiträge gelesen und fand jedesmal, dass es o.k. war. Natürlich habe ich gute und schlechte Tage. Es gibt Reisen, Enttäuschungen, Überraschungen. Aber nix, was mich in irgendeiner Form exponiert.
Doch das kommt nie so richtig an. So zumindest mein Eindruck. Um so mehr freue ich mich, dass ich in einem youtube-Video von „hotel matze“ (und herzlichen Dank an Elisabeth für den Tip) in einem Interview Wim Wenders folgendes habe sagen hören (und sehen), was das, was ich meine, genau auf den Punkt bringt:
„Das Persönliche ist mir nicht heilig. Das Persönliche ist das Material, mit dem ich arbeite. Da sind meine Wurzeln drin. Das kann ich offen legen und damit kann ich Geschichten erzählen. Das kann ich zu was machen. Das Private ist eher Unfug… Das Private ist a priori eigentlich uninteressant.“

Gamma Hans 26. Januar 2024
Mit deem ganz eigenen
ob bewusst
oder unbewusst
schlagen wir uns
ohne ein Versprechen
ohne Hoffnung
auf Heil und Glück
ein Leben lang herum
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Ulli 26. Januar 2024
Danke für das Zitat von Wenders, das auch mich sehr anspricht oder mir aus der Seele.
Natürlich habe ich auch meine Geheimnisse, wiegel ich ab, was ich öffentlich schreibe, was nicht und habe immer wieder festgestellt, dass es mehr zu teilen gbt als nicht.
Herzlichst, Ulli
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