Der tote Fuchs

Er ist ausgestopft. Dennoch denke ich, er schläft. Und ich möchte ihm so gerne über das Fell streicheln. Weil ich früher mal Stofftiere hatte? Oder was läuft hier falsch? Der tote Fuchs als jemand, den ich nicht mehr erreichen kann (der Lebende hätte sich vermutlich auch nicht um mich geschert). Oder ein Fuchs wie ein Pferd, das ich tot geritten habe. Die Friedlichkeit im toten Körper. Vielleicht als Hoffnung. Seine Fangzähne. Die ihm, wenn er so daliegt, etwas schelmisches verleihen (Wehe aber, er will beißen). Einfach nur so so daliegen können. Ist es das? Ein Fell haben? Eine Sehnsucht nach Lebewesen, die keine Menschen sind?

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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