Vom Arbeitstisch zum Esstisch,

so geht es meistens. Runter mit den Papierbergen, Gäste kommen! Heute war es ein enormer Papierberg, kurz vor einer tektonischen Verschiebung und sonst alles anders. Denn Gäste sind nicht in Sicht. Aber gut. Alles schön vorsichtig in Archäologenmanier abtragen, morgen muss alles wieder greifbar sein und schwups, neue Bespielung der Tischplatte. Nö, eben keine Gäste. Was zum drauf rum klimpern. Ich brauche Töne. Aber ich habe auch einen Text im Kopf. Und so verkeilte sich jegliche Inspiration in zwei Sachen auf einmal. Geht bei mir jedoch nicht. Pause. Ganz langsam alles. Am besten mal spülen. Mal hinsetzten. Mal Fotos machen. Mal ausprobieren, wie meine Gläser klingen. Mal in die Luft gucken. Auf einmal löst sich der Knoten: ich kann anfangen. Einmal mehr heißt die Erfahrung: Ich bin keine Multitaskerin. Das ist sehr schade. Ich wäre es wirklich gerne. Aber mit meinem Kopf geht es nicht. Mit meinen linken Händen sowieso nicht. Ich muss langsam arbeiten, sonst kommt nur halbes Gewurschtel dabei raus. Was schön ist: Es hat gut geklappt. Und die Gläser habe ich gleich auch noch mal gespült. Sie hatten es dringend nötig.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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