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Texte sind Botschaften. Manchmal über die Zeiten hinweg unlesbar geworden, manchmal schon den Zeitgenossen unverständlich. Texte wollen aber stets eins: Etwas Mitteilen. Und wenn es Autor/innentexte sind, kann sich dieses Mitteilen aus dem Wunsch speisen, mit den Leser/innen etwas zu teilen. Denn wer Erfahrungen aufschreibt, macht sie für andere nacherlebbar. Oder zumindest zu Zeichen, eigenes Erleben zu deuten. In diesem Sinn sind Erfahrungen oft heilsamer als Wissenschaft oder Medizin. Paul Auster schreibt:

„Heute weißt du, wie unglücklich deine Mutter war, und du weißt auch, dass dein Vater sie auf seine ungeschickte Art geliebt hat, soweit er überhaupt fähig war, jemanden zu lieben; aber die beiden haben es verpfuscht, und dass du diese Katastrophe als Kind miterleben musstest, hat dich zweifellos nach innen getrieben und einen Mann aus dir werden lassen, der den größten Teil seines Lebens allein in einem Zimmer verbracht hat.“

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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