Gibt es das?

Das Eine oder Andere, das sich jeden, aber auch wirklich jeden Abend wiederholt? Der Nachthimmel, die Müdigkeit, das Zähneputzen? Die Erleichterung, dass soweit alles oder vieles gut gegangen ist? Lust, noch etwas zu hören oder zu sehen, Freunde zu treffen oder ein Abenteuer zu wagen? Die Kür des Tages hinzulegen oder die Wäsche zu bügeln? Ein Wohlgefühl dabei, endlich das Licht zu löschen und die Augen zu schließen? Die Zeit rennen zu hören, weil noch diese DVD und jene CD gehört werden will. Oder weil endlich Zeit für einen Brief ist und doch wieder nicht? Eine krakeelende Nachbarin, die partout erst ab 22:00 aktiv wird? Ein Hund, der vor Sehnsucht weint? Ein Moment des Innehaltens, vielleicht des Tagebuchschreibens, des Gebets? Ein Hochgefühl, eben doch noch gespült zu haben? Oder Ängste, die sich einmal mehr in den dunklen Ecken aufstellen? Gibt es das Eine oder Andere jeden Abend? Und wenn nur das Gefühl der Dankbarkeit, im eigenen (oder einem befreundeten, gebuchten, endlich erreichten) Bett zu liegen.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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