Hinter dem Spiegel

Das war wieder so ein Nachmittag, der sich endlos dehnte. Und mir Hasenbeine machte. Ein paar Haken um den Block schlagen und unversehens in einem ausgestorbenen Hof landen. Der Hof grenzt an die Schöneberger Hauptstraße. Ein Schritt nur durch die Einfahrt und ich fühlte mich wie hinter Spiegeln. Nein, kein Kaninchen kam daher. Auch blieb ich auf Normalgröße. Aber plötzlich schien vieles anders. Eine tanzende Zigarettenformation im Niemandsland? – Die Auflösung war eher enttäuschend: Kunst. Aber trotzdem ein schöner Moment. Und der Nachmittag vor dem Spiegel war gnädig in den Abend geglitten.

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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