Was Kunst ist, sein kann, war und würde, ist eine feste Größe im Fragenkatalog der Kunsthistoriker/innen. Jede Generation beantwortet sie aufs Neue, früher noch eher mit einer Stimme, mittlerweile polyphon. Wenn ich mich recht erinnere, war es in meiner Studienzeit, dass eine Umwälzung geschah: Nicht mehr wurde Kunst nur gemacht, verkauft oder geklaut, sie entstand. Und zwar in den Augen des Publikums. Seitdem hat sich die Frage nach der Kunst für mich noch einmal um vieles aufgefächert. Mache ich etwa Kunst, wenn ich einkaufen gehe? So geschehen (und gesehen) heute. Kunst oder weg? Vielleicht auch Kitsch – und kann bleiben…
