Die Pfütze als Himmelsspiegel

Sollte der einen oder dem anderen die Sache mit dem Frühling zu zögerlich angehen und ein steter Fluch über Regenschauer (natürlich ungebetene) auf den Lippen liegen: Bedenke er oder sie dies: Im 18. Jahrhundert, das uns allenthalben die Aufklärung bescherte, galten Seen, Weiher, große und kleine Wasserflächen als Kommunikationspartner des Himmels. Ob die Aufklärung diese Vorstellung überholt oder bloß beiseite geschoben hat, soll hier nicht diskutiert werden. Bemerkenswert scheint mir, dass manche unsere Vorfahren wohl dachten, Himmelsaugen schauten sie aus spiegelglatten Wassern an. Wer wagt einen Blick? Und die Hoffnung auf einen Blick zurück?

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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