Zugegeben, ich war zu früh. Denn als ich dieses Foto machte – für meinen Begriff ein richtig gutes Tatortfoto – war der Ort noch gar nicht so weit, die Tat, oder der unfreiwillige Einbruch ereignete sich erst wenig später, nachdem ich die Kamera schon wieder in die Tasche gesteckt und bis zu dieser sehr bewegten Neptun-Nixe-Skulptur vorgegangen war. Aber just da stürmte ein kleiner Junge unter dem Gebüsch hervor, das hinter dem Einkaufswagen zu sehen ist. Er hielt am Rand des Teichs kurz inne, doch dann wagte er einen Schritt, und weil die Teichoberfläche – tatsächlich noch mehr Wasser als Eis – niedrig war, landete er mit Krachen und Platschen im Wasser (zum Glück nur mit einem Bein). Das Geschrei war groß, vor allem das der schimpfenden Mutter. Ist es die Sehnsucht, Neuland zu betreten, die uns immer wieder auf zu dünnes Eis lockt?

Maren Wulf 12. Februar 2015
Büblein-Spotter aller Blogs, vereinigt euch! 😉
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Stephanie Jaeckel 12. Februar 2015
Huch, nee: das war nicht als Spott gemeint! Da staune ich nur, wie wir alle wieder Dinge tun, die gefährlich sind, absehbar gefährlich und frage mich, welche Sehnsucht, welche Neugier dahinter steht. Nicht nur bei den Büblein übrigens 😉
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Maren Wulf 13. Februar 2015
Nee, nicht spotten im Sinne von sich lustig machen, sondern gezieltes Beobachten von Objekten oder Phänomenen wie eben ins Eis krachenden Büblein, die gegenwärtig Blog-Hochkonkunktur zu haben scheinen. Es lebe der Sprachen-Mischmasch, und ganz besonders lebe das bisher unterrepräsentierte neugierige Mägdelein! 😉
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Stephanie Jaeckel 13. Februar 2015
Stimmt, ich bin nie ins Eis gekracht. Aber vielleicht, weil ich andere dabei beobachtet habe – !?
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