Überraschung!

Wie oft am Tag, in der Woche, im Monat sehe ich etwas, was ich so noch nie gesehen habe? Wer wagt eine Strichliste? Ich habe heute erst eine Weihnachtskugel an einem frierenden Straßenbaum gesehen, am nächsten ein Osterei, dann ein verwaistes Vogelnest in einem Zaun (wo Vögel überall Unterschlupf finden!), ein Einhorn (jawohl!) im Kampf/Tanz mit einem Bagger (ebenfalls jawohl!), später diese wunderbaren Eisskulpturen. Wenn es tatsächlich so ist, dass Apparate unser Sehen, Denken, Fühlen beeinflussen, dann bin ich von dem Einfluss meiner Kamera durchaus angetan. Ich sehe mehr als zu den Zeiten, in denen ich wenig oder gar nicht fotografiert habe. Und ich fühle mich beschenkt mit jedem Klunkerfoto, das ich mit nach Hause nehme. Am Ende ist es ja wirklich so etwas wie eine Jagd. Gut möglich, dass die Eiskugeln morgen schon weg geschmolzen oder schwarz verkrustet sind. In Glas geblasen und für hunderte Euro auf der Anrichte drapiert jedenfalls wären sie nicht halb so schön…

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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