nennt die indische Schriftstellerin Arundhathi Subramaniam ihre – und auch andere – Gedichte. Wie einen Tanz habe sie die Poesie als Kind wahrgenommen, wie eine Zaubersprache im Vergleich zum täglichen Reden, aber auch zu Prosatexten. Sie fährt fort damit, dass Gedichte – und das hat mich umgehauen, obwohl ich es im Grunde längst weiß – als einzige Form Pausen ins Gesprochene/Gelesene bringen. Gedichte sind die einzigen Texte, so Subramaniam, die es erlauben, eine Buchseite halbleer (oder sogar noch leerer) zu lassen. Wie in Friederike Mayröckers „études“, die ich gerade lese. Oder eher summe, buchstabiere, träume. „Poems matter“ sagt Arundhathi Subamaniam am Ende des Gesprächs, und, um Gedichte schreiben zu können, gelte es „in a state of wonder“ einzutauchen. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
