Crashtest

Dass sich Musik großer Komponist/innen im Konzertsaal bewährt, ist eine Binse. Dass sie sich vor allem im Musikunterricht unter den noch ungelenken Fingern von Anfängerinnen und Anfängern entfaltet, ein „anderer Klunker“ von Tomas Bächli:

Es gibt einen Crashtest für Musik, und dieser findet im Unterricht statt. Da, wo jede Note hart erkämpft werden muss , ist gute Komposition für alle Beteiligten überlebenswichtig. Ist aber jeder Fehler des Schülers eine Bereicherung der Musik, und das ist bei mancher verbreiteter Unterrichtsliteratur der Fall, dann stürzt das den Musiklehrer in eine tiefe Sinnkrise. Diese Situation lässt es einfach nicht zu, dass man schlechter Musik mit der sonst üblichen snobistischen Ironie begegnet.

Beim Unterrichten habe ich einige Lieblingsstücke, zum Beispiel Bachs französische Suiten, kurze, unprätentiöse Tanzsätze, mit Perfektion komponiert, sie sind geschliffen, nicht abgeschliffen. Die Allemande der E-dur Suite habe ich auch schon Schülern gegeben, die sich damit schwertaten, sie brauchten Monate, um sie zu erlernen. Das war wohl ein didaktischer Fehler von mir. Meine Hochachtung für diese Komposition ist aber in diesen Monaten ins Unermessliche gewachsen.

Texte von Tomas zur Musik gibt es auf der Seite: http://www.tomasbaechli.ch

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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