Augen zu und…

Mütze auf. Jetzt nämlich ist es soweit: Berlin ist in der Frostzone angekommen. Derweil zwar erst in den Außenbezirken, im Zentrum (wo auch immer Sie das jetzt gerne verorten) sind es noch ein bis zwei Grad plus. Aber das wird sich spätestens zum Wochenanfang ändern. Der Wind war auch schon arg kribbelig. Gegen den wehrt Frau sich mit roten Lippen. Wangenrot kommt dagegen meist ganz von selbst.

Und nur, weil’s wirklich gerade wie bestellt kam (heute bei Zeit online zu lesen), und nicht, weil es wirklich Spass macht, gegen schlechte Architektur zu wettern, noch das (Tassilo Letzel auf die Frage, was er in Berlin sofort abreißen würde):

„Der Potsdamer Platz ist eh schon zum Heulen, fühlt man sich hier doch wie in der Themenecke „Die Großstadt“ einer Modelleisenbahn-Anlage. Die Billo-Optik des Hotels Ritz-Carlton ist aber eine Frechheit, die nur vom Nachbarhaus noch übertroffen wird. Für ein Hochhaus ist es zu klein, für ein Stadthaus an prominenter Stelle zu blöd. Irgendetwas stimmt bei den beiden auch mit dem Maßstab nicht. Es ist, als hätte man die Häuslein in Spur N (1:160) gekauft statt H0 (1:87).“ 

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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