Süßspeisen…

waren im alten Japan kein Nachtisch, sondern, wer so will, ein Teetisch: Süßes Obst und Nüsse, die zum Nachmittagstee gereicht wurden. Im Laufe des 16. Jahrhunderts kam der Zucker über Portugal, China und Indien nach Japan. Die dortigen Köchinnen und Köche ließen sich nicht lange bitten. Doch erst in der Edo-Zeit, also ab dem 17. Jahrhundert boten die japanischen Gastgeber/innen am Ende der Tafel Desserts an. Eine Gewohnheit, die sie – zum Glück – bis heute bewahrt haben.

Ein echter Klunker der japanischen Dessert-Kunst ist in dem Berliner Restaurant Sasaya zu bestellen: eine in Kokosflocken gehüllte Kugel Vanilleeis auf einer noch herdwarmen Creme brulée: East meets West (at its best…). Auf dem Foto übrigens weiter hinten, in dem weißen Schälchen zu sehen. In diesem Sinne: Einen guten Start ins Wochenende!

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Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

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