waren im alten Japan kein Nachtisch, sondern, wer so will, ein Teetisch: Süßes Obst und Nüsse, die zum Nachmittagstee gereicht wurden. Im Laufe des 16. Jahrhunderts kam der Zucker über Portugal, China und Indien nach Japan. Die dortigen Köchinnen und Köche ließen sich nicht lange bitten. Doch erst in der Edo-Zeit, also ab dem 17. Jahrhundert boten die japanischen Gastgeber/innen am Ende der Tafel Desserts an. Eine Gewohnheit, die sie – zum Glück – bis heute bewahrt haben.
Ein echter Klunker der japanischen Dessert-Kunst ist in dem Berliner Restaurant Sasaya zu bestellen: eine in Kokosflocken gehüllte Kugel Vanilleeis auf einer noch herdwarmen Creme brulée: East meets West (at its best…). Auf dem Foto übrigens weiter hinten, in dem weißen Schälchen zu sehen. In diesem Sinne: Einen guten Start ins Wochenende!
