Autor: Stephanie Jaeckel

Wer die Welt erkennen will, sollte genau hinsehen. Schon als Kind habe ich mir häufig die Augen gerieben und - wenn es sein musste - noch einmal hingeschaut. Mittlerweile arbeite ich als Journalistin und als Autorin. Auch hier ist das genaue Hinsehen, keineswegs das Schreiben, die, wenn man so will, Kerntätigkeit. Doch während ich meinen Blick bei der Arbeit fokussiere und das Gesehene zu allen möglichen Richtungen hin ausleuchte, möchte ich in meinem Blog kurze Blicke wagen. Wer zurückschaut, ist herzlich willkommen.

Warum verreisen?

Die Frage stelle ich mir immer wieder, wenn ich unterwegs bin: Warum mache ich das? – Darauf habe ich wohlsortierte, vor allem „vernünftige“ Antworten. Aber es gibt in mir drin so eine quengelnde Stimme, die unterwegs ganz schön laut werden kann. Es zeigt sich, dass ich mit viel Stress reise. Sobald ich bekanntes Terrain verlasse, […]

Weibliche Schönheit

In der Antike gingen Schönheit und Vortrefflichkeit einher. Es war keine Frage: wer schön war, war auch ein toller Mensch. Das galt für Männer und für Frauen. Die Geschichte vom hässlichen Philosophen Sokrates und seinen gut aussehenden, ja wirklich schönen Schülern kennen einige vielleicht noch aus dem Unterricht. Mich hat das damals sehr beeindruckt (fand […]

Musik hören

Zu Hause höre ich fast gar keine mehr. Aus dem Radio kommen Wortbeiträge, den alten CD-Player habe ich aus der Wohnung verbannt, über den Rechner ziehe ich nur noch gelegentlich ein paar Songs aus dem Netz. Warum das so ist, weiß ich nicht, ich habe immer gerne Musik um mich gehabt. Nicht bei der Arbeit, […]

Die Welt anders denken

Angesichts der vielen Krisen, in die wir Menschen uns und andere gebracht haben, heißt es erst einmal Luft holen. Zumindest, wenn ich aus meinem eigenen kleinen Alltag eine probate Krisenintervention vorschlagen könnte. Was ist an unserem Handeln auf der Welt so gefährlich? Woher speist sich dieses Handeln? Könnte es sein, dass wir falschen Prämissen aufgesessen […]

Sich mit der Welt verbinden

Seit einiger Zeit denke ich darüber nach, wie ich der Welt, sagen wir in Ermangelung anderer Begriffe vielleicht „Umwelt“, wieder näher kommen kann. In einer Großstadt zu leben, bedeutet, viel in bebauter Gegend unterwegs zu sein. Auch die ist natürlich „Umwelt“ und es geht mir auch gar nicht um die Idee von „Natur“, also von […]

Vor 43 Jahren geschrieben:

Es kommt vor, daß ich meine, daß etwas klirrtDaß sich irgendetwas in mich verirrtEin Geräusch, nicht einmal lautManchmal klirrt es vertrautSelten so, daß man es direkt durchschaut (Allerdings nicht auf Hochdeutsch gesungen. Text: Klaus Heuser)

Zivilisation bedeutet Kultur

Die politische Lage ist ernst. Wir bewegen uns global auf eine Konfrontation vor. Es scheint kaum noch möglich, eine dritte Lösung zu finden. Auf vielen Feldern hören wir nur noch Entweder – Oder. Und dann droht an vielen Stellen Niedergang. Die Umwelt kollabiert, die KI übernimmt menschliche Arbeit, Kriege verschieben Grenzen und machen das Leben […]

Wählen gehen!

Wir haben die Wahl, und wir sollten sie nutzen. Wer seine Stimme verfallen lässt, keine Ahnung. Mutlosigkeit wäre mir da kein Argument. Mein eigener Kompass steht auf Hoffnung. Es gibt immer Wege mit einer völlig verkackten Welt umzugehen. Wir haben stets die Möglichkeit, uns für eine bessere Entscheidung stark zu machen. Ich sehe keinen Weltuntergang. […]

Steve Schapiro in der Berliner Galerie CAMERA WORK

Seinen Namen kannte ich nicht, dafür fast alle seiner Fotos: Steve Schapiro, 1934 in New York geborener Fotograf, der zu der mittlerweile fast ausgestorbenen Spezies der Reportage-Fotograf*innen zählt, jenen Haudegen, die immer mittendrin waren und von dort ihre Bilder in die guten Stuben der Leserinnen und Leser brachten. „Rasende Reporter*innen“, mit mehreren Kameras um den […]